Generation Plastik? Eine Übersicht

Der erste Kunststoff, der als Ersatz für andere Stoffe diente, war die Milch des Kautschukbaums. Die Maya benutzten Kleidungsstücke und die ersten Kunststoffbehälter aus Kautschuk. Mitte des 19. Jahrhunderts gelang es durch Vulkanisation, Gummi aus Kautschuk herzustellen. In dieser Zeit wurde auch das Bakelit entwickelt, der erste in großen Mengen industriell hergestellte Kunststoff. Mitte des 20. Jahrhundert begann der Siegeszug der Kunststoffe mit einer jährlichen Produktion von einer Million Tonnen. Heute werden weltweit pro Jahr etwa 240 Millionen Tonnen erzeugt.

Kunststoff wird aus organischen Stoffen hergestellt. Der heute am meisten genutzte Grundstoff ist Erdöl. Daneben können Kunststoffe auch aus Kohle oder Gas hergestellt werden. Durch ihre technischen Eigenschaften, wie chemische Beständigkeit, Formbarkeit, Elastizität oder dem geringen Gewicht, eroberte der Kunststoff viele Einsatzgebiete. Vor allem setzten sich Kunststoffbehälter durch die, im Vergleich zu anderen Materialien, äußerst günstigen Produktionskosten durch.

In Deutschland wurden 2011 fast 12 Mio. Tonnen Kunststoffe verarbeitet. Mit fast 35 Prozent waren Verpackungen, als Folien oder Kunststoffbehälter, der größte Einsatzbereich. Der Bausektor lag mit über 23 Prozent für Dämmungen, Beläge, Rahmen usw. auf dem zweiten Platz. In der Fahrzeugindustrie, mit fast 10 Prozent des Verbrauchs, werden beispielsweise Karosserie- und Verkleidungsteile aus Kunststoff gefertigt. Weitere Einsatzgebiete sind die Elektrotechnik, Kunststoffgehäuse für Alltagsgegenstände oder Kunststoffbehälter zur Aufbewahrung jeder Art von Gegenständen.

Die meisten Kunststoffbehälter werden in der Lebensmittelindustrie genutzt. In der Produktion werden stabile Kunststoffbehälter eingesetzt, während als Verkaufsverpackung flexible Kunststoffbehälter und Folien verwendet werden. Nach einer Studie werden in Europa bis zum Jahr 2015 für Lebensmittel und Getränke fast 860 Mio. Verpackungseinheiten aus Kunststoff verwendet. Das sind 75 Mio. Einheiten mehr als im Jahr 2010. Eine besonders hohe Steigerung im Bereich der Kunststoffbehälter haben die PET-Flaschen, die immer mehr die Glasflaschen verdrängen.

Kunststoffbehälter als Lebensmittelverpackungen schützen vor Schmutz und Keimen. Andererseits gibt es Bedenken wegen der in den Kunststoffbehältern enthaltenen hormonähnlichen Weichmacher und Bisphenol A. Diese können auch über die Nahrungsmittelkette aufgenommen werden, denn schätzungsweise 6,4 Mio. Tonnen Kunststoffabfälle landen jährlich im Meer. In Deutschland wurden 2011 fast 5,5 Mio. Tonnen Kunststoffabfälle gesammelt, davon stammen über 80 Prozent aus den Haushalten.

Durch eine zunehmende Verwendung von automatisiert trennbare Materialien, kann ein großer Anteil der Kunststoffe dem Recycling zugeführt werde. Moderne Sortieranlagen erkennen über Infrarotsensoren Kunststoffe nach Farbe und Material. Mit Druckluft werden die unterschiedlichen Fraktionen auf verschiedenen Wegen weiter transportiert. Je nach Sortenreinheit können die Abfälle verwertet werden. Rund 42 Prozent der Abfälle wurden 2011 in getrennten Sorten als Granulat für neue Kurstoffprodukte verwendet. Vermischte oder verschmutzte Fraktionen werden rohstofflich, durch die Aufspaltung der Polymerketten als Ausgangsstoff für neue Kunststoffe, oder thermisch als Energieträger, genutzt.

Kunststoffbehälter in verschiedenen Ausführungen gibt es z.B. bei Auer Packaging.

Ein Gedanke zu „Generation Plastik? Eine Übersicht

  1. ivan

    Mit 20 hab ich erkannt, wie selbstzerstoererisch der Mensch handelt. Das waren meine Einblicke in die politischen und sozialen Bereiche unserer Gesellschaft. Doch Plastik bedroht unsere und alle anderen Rassen mehr als allles andere das fortbestehen unserer biologischen koerper. 2030 wird es kein intelligentes Plastik geben, aber hoffentlich intelligentere Menschen.

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